Titel

Festtagsbraten bei uns für Hunger und Obdachlosigkeit in Brasilien

von Christiane Lüst (Aktion GEN-Klage)

Liebe Mitstreiter, Landwirte, Konsumenten, europäische Staatsbürger;

Seit dem Rückflug von Professor Antonio Andrioli von unserer 3-wöchigen Rundreise, um in Europa auf die missliche Lage der Menschen in Brasilien nach dem Regierungsputsch aufmerksam zu machen, schickt er Bilder über Bilder, Filme über Filme ….

Ein neuer Hilferuf. Es brennt: Zwei Zwangsräumungen am 1.12. Eine Polizeibesetzung mit Räumung eines Zeltdorfes in St. Catharina und ein Abriss des kompletten Dorfes der seit über 20 Jahren angesiedelten Menschen in Parana, wo u. a. viele der Eltern von Studierenden auf Prof. Andriolis Universität leben, ihre Nahrung anbauen, auch richtige Häuser und eine Kirche gebaut haben:

Video 1 und Video 2

Antonio berichtete mir am Telefon, dass nach den Räumungen – es wurde alles abgeräumt - die Flächen komplett mit Glyphosat abgesprüht wurden – über 50 verschiedene Pflanzenarten wurden dadurch zerstört, u. a. die komplette vorhandene Nahrungsmittelproduktion dieser beiden Dörfer. Die Menschen sitzen nun obdachlos am Straßenrand oder in irgendwelchen Turnhallen …. und haben nichts mehr zu essen.

Auch von der Menschenrechtsorganisation FIAN kam heute bereits der zweite Brandbrief zu Brasilien:

„Wir haben Angst zu verdursten“, Pestizide im Trinkwasser, Erntereduzierung – In den letzten Jahren haben sich immer mehr Agrarfirmen angesiedelt, die das Land mit riesigen Sojaplantagen überziehen – auf Kosten der Bevölkerung. VertreterInnen der Gemeinden berichten von gewaltsamen Vertreibungen, Umweltschäden und versiegenden Wasserquellen, Zerstörung der Häuser der Kleinbauern… europäische Pensionskassen investieren in die Plantagen der Großgrundbesitzer

Jetzt ist es genug. Das Maß ist voll. Wie viele Menschen müssen noch vertrieben und zum Teil auch ermordet werden – für Sojaexporte nach Europa?
Wie vielen Menschen wird noch ihre komplette Nahrungsmittelproduktion zerstört für volle Teller und Billigschnitzel bei uns? In Brazil gibt es seit des Regierungsputsches wieder massives Ansteigen der Hungerrate – und auch die Sklavenarbeit auf den Feldern der Großgrundbesitzer wurde wieder eingeführt – die Verfassung einfach geändert.

Jetzt liegt es an uns … bitte …. Kauft keine Fleisch- und Milchprodukte mehr, die mit Soja aus Übersee produziert wurden! Jeder macht sich mitschuldig, dass andere Menschen verhungern müssen, damit wir billig Eier und Schnitzel bei Aldi & Co. kaufen können.

Stoppt die Menschenrechtsverletzungen in Südamerika und der dritten Welt für Billigprodukte in Europa!

Schickt diesen Aufruf weiter – schreibt an Politiker und EU-Parlamentarier – fordert einen sofortigen Stopp der Menschenrechtsverletzungen durch einen Sojaimportstopp nach Europa! Unsere Landwirte müssen mangels Arbeit und Nachfrage ihre Betriebe schließen – und könnten ihr Viehfutter leicht
selbst anbauen … sogar Soja …. Wenn ihr auf den Button klickt findet Ihr einen Vordruck dafür, den Ihr ausdrucken und abschicken oder auch per Mail an die Adressen, die rechts findet, schicken könnt (bitte am Ende Euren Namen und Eure Adresse ergänzen)

Auswärtiges Amt, Berlin poststelle@auswaertiges-amt.de
<mailto:poststelle@auswaertiges-amt.de> ; EU-Menschenrechtsausschuss
droi-secretariat@ep.europa.eu <mailto:droi-secretariat@ep.europa.eu> ;
EU-Ausschuss für internationalen Handel
inta-secretariat@ep.europa.eu <mailto:inta-secretariat@ep.europa.eu> ;
EU-Ausschuss für Landwirtschaft und Agrarpolitik
agri-secretariat@ep.europa.eu <mailto:agri-secretariat@ep.europa.eu> ;
EU-Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten
afet-secretariat@ep.europa.eu <mailto:afet-secretariat@ep.europa.eu> ;
Ausschuss für Menschenrechte im Deutschen Bundestag
menschenrechtsausschuss@bundestag.de ; Ausschuss für Landwirtschaft und
Ernährung im Dt. Bundestag el-ausschuss@bundestag.de
<mailto:el-ausschuss@bundestag.de> .

Wir bitten Euch – unternehmt etwas und unterstützt unsere Bemühungen für eine gerechtere und bessere Welt. Helfen wir Antonio Andrioli und den Kleinbauern, Landlosen und Indigenen in Brasilien in Frieden zu leben und ausreichend zum Leben zu haben. Starten wir jetzt aus aktuellem Anlaß sofort unsere Solidaritätskampagne für Antonio Andioli. Weitere werden folgen. Bitte schickt diese Mail über alle Euch zur Verfügung stehenden Ticker, setzt es auf Eure websites, sprecht die Leute an …

Ihre / Eure
Christiane Lüst (Aktion GEN-Klage)