Zahnpflege- Nachhaltig

Zahnbürsten -Miswakzahnputzholz

bestehen in der Regel aus reinem Plastik: Stiel und Borsten, alles Plastik. Zahnärzt*innen (der Handel sowieso) empfehlen, die Bürste etwa alle zwei/drei Monate zu wechseln, weil sich die Borsten verbiegen und die Spitzen stumpf werden. Mindestens 332 Millionen Zahnbürsten als Plastikmüll pro Jahr in Deutschland also. Plus die herkömmliche Plastikverpackung.

Hierzulande werden ca. 38% des Plastikmülls recycelt, 1 % landet auf Deponien und 61% werden zur Energiegewinnung verbrannt. Durch Letzteres entstehen höchst giftige Gase, Feinstaub (unterirdisch als hochgiftiger Sondermüll zu lagern), und Schlacke (oftmals mit giftigen Schwermetallen versehen). Der umweltbewegte Mensch braucht eine andere Lösung.

 

Die Alternative ist eine kompostierbare Zahnbürste. Der Griff ist dann aus heimischem Holz oder aus Bambus, der ja auch bei uns recht schnell wächst. Für eine komplett kompostierbare Zahnbürste müssten die Borsten von Schweinen kommen. Holz- oder Bambus-Zahnbürsten mit Schweineborsten sind die einzigen wirklich verlässlich kompostierbaren und biologisch abbaubaren Zahnbürsten. Leider nicht vegan (Schweine) und nicht regional (der überwiegende Teil der Schweineborsten kommt aus China). Schweinehaar ist darüber hinaus innen hohl und Bakterien lieben diese Räume, so dass man alle paar Tage die Zahnbürste mit kochendem Wasser desinfizieren sollte.

Nicht jede*r möchte Schwein im Mund haben. Es besteht die Möglichkeit Borsten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen (Kohlenstoff, Wasser und Luft), Nylon 4 genannt, herzustellen. Diese wären 100% biologisch abbaubar und vegan. Allerdings scheint es derzeit keine verlässlichen Nylon 4-Produzent*innen zu geben, also wird fast überall auf Plastik-Borsten zurückgegriffen.  Wir sollten uns nicht durch Begriffe wie „hergestellt aus vorbildlich bewirtschafteten Bambus Wäldern“ und „vegan und tierversuchsfrei“ irritieren lassen: damit sind die Griffe gemeint, nicht die Borsten. Auch die Firma Brush with Bamboo  schreibt, dass zwar alle Komponenten ihrer Zahnbürsten pflanzenbasiert sind (Borsten, Griff und Schachtel), aber wegen des Anteils an Nylon in den Borsten (38 %) immer noch nicht komplett biologisch abbaubar. Außerdem kommt diese Zahnbürste aus den USA; hier im Handel haben wir sie nicht gefunden. Besser als die vollständig aus Plastik bestehende Zahnbürste ist eine, bei der nur die Borsten aus Plastik sind, allemal.

Die perfekte Lösung, die 100 %ige ökologische Rettung, wenngleich etwas gewöhnungsbedürftig, kommt durch den Zahnbürsten- oder Miswakbaum . Das Miswakzahnputzholz ersetzt sogar die Zahnpasta vollständig.

Wenn es aber bei der Zahnbürste bleiben soll, bietet smatricular Vergleichsmöglichkeiten an. Leider führt jeder Klick auf die jeweilige dort aufgeführte Marke unweigerlich zum Versandhaus „amazon“, bei dem man sich überlegen sollte, ob man es wirklich unterstützen möchte. - Arbeitsbedingungen bei Amazon

Alle Zutaten in die Flasche geben und kräftig schütteln. Nach wenigen Minuten haben sich alle Bestandteile im Wasser aufgelöst – fertig!

 Mundspülungen

können in Abhängigkeit der jeweils verwendeten Inhaltsstoffe zusätzlich wirksam gegen Karies, Zahnbelag, Zahnfleischentzündungen und Zahnerosion vorbeugen und präventiv gegen Infektionen wirken, die mikrobielle Mundflora stabilisieren und noch einiges mehr. Wem die Zusammensetzung (möglich: Propandiol, Ethanol, Wasser, Zink-Verbindungen, Matellionen. Quarternäre Ammoniumverbindungen, Sanguinarin, Chlorhexidin, Phenolverbindungen, Aromastoffe, ätherische Öle, Silicylsäurephenylester, Sorbitanester, Natrium-Saccharin, Argini, Kalziumcarbonat, Kaliumnitrat, Cetylpyridiumdchlorid , Strontiumchlorid…, bis zu 30 % Alkohol möglich) nicht geheuer ist, oder wer nicht Biologie studiert hat, kann die Mundspülung ganz leicht selber herstellen. (Bild links)

Morgens und abends nach dem Zähneputzen einen kleinen Schluck in den Mund nehmen, die Zähne etwa eine Minute lang kräftig von allen Seiten spülen, ausspucken. Nicht nachspülen, sonst wird der Schutzfilm aus Xylitol gleich wieder entfernt.

 Zahnpasta

Bei Zahnpasta verhält es sich mit den Inhaltsstoffen ähnlich wie bei der Mundspülung, zusätzlich fällt auch dort regelmäßig Verpackungsmüll an. Es gibt zwar auch natürliche Zahnputztabletten oder Pulver im Glas doch auch Zahnpasta (Bild rechts) und Zahnputzpulver (Bild unten) ist ganz einfach selber zu machen.

Nachteil an der Zahnpasta ist das verwendete Kokosfett.Kokosöl hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt und wenn das so weitergeht werden immer mehr Probleme wie in der Palmölproduktion entstehen: Landraub, Rodungen, Ausbeutung.

Die Öle wirken antibakteriell, Xylit soll Karies entgegenwirken und schmeckt süß, Natron neutralisiert Säuren und schützt so vor Karies, Heilerde gibt der Masse mehr Festigkeit und wirkt zahnreinigend, die in ihr enthaltenen Mineralien sollen zusätzlich die Zähne stärken. Kurkuma macht die Zähne weiß, aber ACHTUNG Hände und Kleidung werd schnell gelb gefärbt.

Alle Zutaten im Mörser. zu einem sehr feinen Pulver mahlen und einen verschließbaren Behälter füllen. -fertig! Je nach Geschmack können die Zutaten variiert werden.
  • Kurkuma 15.min in Kokosöl kochen und dann abkühlen lassen.
  • Die anderen Zutaten in einem Glas mischen
  • abgekühltes noch flüssiges Kokosöl durch ein Sieb hinzu geben.
  • Masse währen des Abkühlens (am besten an einem kühlen Ort) zwischendurch immer wieder umrühren.
  • Fertige gelb-braune Masse in wiederverwendbare Tube oder Schraubglas füllen.

 

Wer es noch leichter haben möchte kann einfach 2EL Kokosöl und 1EL Natron mischen.